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Judenburger Wallfahrt

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Judenburger Wallfahrt (Vorbemerkung)

 

Im Rahmen der „Aktion Freundschaftsglocke“, hat die Sängerrunde Ebental seit dem Jahre 1990 – im Sinne der Initiative von Herbert Guttenbrunner – im Zuge von Sänger- und Bergsteigerbegegnungsveranstaltungen auf Berghütten in und um Kärnten den Partnern und Betreibern dieser Hütten sogenannte „Freundschaftsglocken“ verliehen (siehe Aufstellung).

Diese Meisterwerke der Glockengießerkunst aus der Tiroler Glockengießerwerkstatt Graßmayr wurden jeweils mit Widmungsinschriften ausgestattet die den bleibenden Wert dieser auf diesem Wege eingegangenen freundschaftlichen Beziehungen zwischen Regionen, Sängern und Bergsteigern dauerhaft dokumentierten.

Im Jahre 2001 nahm eine Gruppe der Sängerrunde Ebental an der alle drei Jahre stattfindenden Judenburger Wallfahrt teil, wobei, ausgehend von der St. Martiner Hütte ob Hüttenberg, die Ebentaler Sänger dem Pilgerzug aus Judenburg bis zum Lavantursprung unter dem Zirbitzkogel entgegenwanderten, diesen dort mit Kärntner Liedern und Gedichten begrüßten und bis zum Wallfahrtsziel nach Maria Waitschach begleiteten. Auch die abschließende Messe in der Wallfahrtskirche wurde gesanglich umrahmt.

In diesem Zusammenhang wurden zwei Freundschaftsglocken, einerseits den Pächtern der St. Martiner Hütte und andererseits der Pfarre Judenburg, zu Ehren der Judenburger Wallfahrt nach Maria Waitschach gewidmet und feierlich übergeben.

 

Dies war auch Anlass für die Ebentaler Sänger, sich über diese uralte christliche Tradition zu informieren und den interessanten Einzelheiten dieses Brauches und seiner überlieferten Abläufe und Riten nachzugehen.

Aufstellung über die „Aktionen Freundschaftsglocke der Sängerrunde Ebental

 

Jahr Land / Region Gebiet / Berg Adressat der Freundschaftsglocke
1990 Italien / Belluno

Karnische Alpen

Monte Peralba

Rifugio Calvi, Gemeinde Sappada/Plodn
1991 Steiermark

Ennstal / Schladming

Gemeinde Rohrmoos

Hochwurzenhütte
1991 Slowenien Sanntal - Raduha Koča na Loki
1993 Italien / Friaul Julische Alpen Rifugio Fratelli Grego
2001 Kärnten Gemeinde Hüttenberg St. Martiner Hütte
2001 Steiermark

Seetaler Alpen

Gemeinde Judenburg

Pfarre Judenburg für Judenburger Wallfahrt nach Maria Waitschach

 

 

Processio Votiva Anno 1473

 

Die legendäre "Judenburger Wallfahrt" von Judenburg (Steiermark) über die Seetaler Alpen nach Maria Waitschach (Kärnten) wird nachweislich seit dem Jahre 1473 abgehalten, nur alle drei Jahre und schon immer bei jedem Wetter durchgeführt und dauert cirka vier Tage. Wahrscheinlich ist diese Wallfahrt aber schon auf das Jahr 1460 zu datieren. Das Gelöbnis wurde im 17.Jahrhundert durch zwei Brände der Stadt Judenburg und auch im Juni 1806  erneuert. Durchgeführt wird diese Wallfahrt als Dank an die Muttergottes von Maria Waitschach, dass die Stadt Judenburg vor den einfallenden Türken, Magyaren aber auch vor anderen herumstreunenden Völkern verschont blieb immer am Wochenende "Ende Juni - Anfang Juli.

 

Streckenführung -

Zeitplan:

1. Tag: Judenburg 14:00 Uhr - Andacht - Gelöbniserneuerung - Reisesegen Stadtprozession zum "Waitschacher Kreuz" in Oberweg - Andacht - Verabschiedung. Aufstieg nach St. Wolfgang ob Obdach - Andacht - Abend- bzw. Nachtruhe.

2. Tag: Um 01:00 Uhr Morgens Tagwache - 02:00 Uhr Wallfahrermesse - Auszug aus St. Wolfgang. Der Weg führt über die "Rothaidn" hin zum Türkenkreuz, wo wieder eine Andacht stattfindet. Weiter führt der Weg zum "Judenburger Almkreuz" auf der "Streitwiesenalm". Nach der Andacht wird die "Steirisch / Kärntnerische" Landesgrenze überschritten und es beginnt der Abstieg nach St. Martin am Silberberg. Nach der Andacht dürfen sich die Wallfahrer ausruhen, ehe um 14:00 Uhr in den Steirergraben im oberen Görtschitztal abgestiegen wird. Danach geht es aber gleich bergauf zum "Judenburger Kreuz" in Waitschach. Dort werden die Wallfahrer von der Ortsprozession empfangen und nach "Maria Waitschach" geleitet, wo wieder eine Andacht stattfindet. Anschließend beginnt der "Kirchtag".

3. Tag: 08:00 Uhr Frühmesse - 09:00 Uhr "Wallfahrer Hochamt" zum "Judenburger Sonntag". Um 14:00 Uhr - Schlussandacht - Reisesegen und Auszug aus "Maria Waitschach". Verabschiedung der Wallfahrer mit Andacht am "Judenburger Kreuz" - Abstieg in den Steirergraben - Aufstieg nach St. Martin am Silberberg. In der Kirche gibt es eine Andacht - Abend-bzw. Nachtruhe.

4. Tag: 02:00 Uhr Tagwache - 03:00 Uhr Wallfahrtsmesse  -  04:00 Uhr Auszug aus St. Martin am Silberberg und Aufstieg auf die Seetaler Alpen zum "Judenburger Almkreuz" auf der Streitwiesenalm. Dort wird die Wallfahrt vorübergehend aufgelöst, denn die Wallfahrer können den 2.400 m hohen Zirbitzkogel - Linderkar See, Schmelz, Drei Lärchen, Reiterbauer, erklimmen, wenn sie noch Kraft haben. Um 16:45 Uhr wird wieder gesammelt und die Wallfahrt geht ihrem Ende in Judenburg zu. Die Wallfahrer werden am "Waitschacher Kreuz" begrüßt und in das Zentrum von Judenburg geleitet. Um 19:00 Uhr findet die Schlussandacht in der Stadtpfarrkirche "St. Nikolaus" statt.

 

 


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