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Beschreibungen zur Turiawanderung am 04. Mai 2003

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"Vom Rupertiberg in die Turia geht dar Weg steil bergan".

 

Das wollte ich einmal probieren. Zunächst die Parkplatzsuche - geht nur in der Wiese - hoffentlich zeigt mich kein Besitzer wegen Besitzstörung an. Bei der Kirche, einem einfachen Bau aus dem 18. Jhdt. weist eine Tafel auf verschiedene Möglichkeiten hin. Nach Norden führt der Weg, sanft ansteigend an einem Wegkreuz vorbei. Dann eine Weggabelung - erste Entscheidung. Etwas steiler nehme ich die rechte Richtung zum Rupertitor - ein markanter Einschnitt ins Sattnitzkonglomerat. Gerade befreit ein Waldbesitzer das Tor von losem Schutt. Er empfiehlt mir auch einen kleinen Umweg, den ich in der Folge nicht bereue. Orte der Kraft gilt es im Wald aufzusuchen. Einen markiert ein behauener Stein. Zwischen Ästen gibt es immer wieder reizende Ausblicke. Auf und ab, teilweise sogar auf  Treppen, den spärlichen Markierungen und Hinweistafeln folgend erreiche ich einen der schönsten Aussichtsplätze des gesamten Rosentales, den Sitzplatz der "SALINGEN".

 

 

 

 

"Wann i abeschau weit ins Rosental, glüaht mei Herzle vor Freid".

 

Eine wunderschöne Aussicht. - Unten der Rupertiberg über' n Stausee der träge fließenden Drau, darüber der Kahlenberg und seine Majestät, der Mittagskogel, nur dem großen Vogel war es einfach zu kalt zum fliegen. Eine Bank, die Sitze der "SALINGEN" und alles fachgerecht abgesichert, denn wer weiß, was den verwunschenen Frauen so alles einfallen könnte. Dazu küsste mich an der Stelle auch noch die Sonne. Leise intonierte ich das Lied von Gretl Komposch und versprach im Geheimen mit der gesamten Sängerrunde Ebental noch einmal zu kommen.

Weiter führte mich ein Forstweg zum weniger romantischen St. Egydner Tor. Dann weiter durch denn Wald in Richtung Penken. Immer wieder Tafeln, aber wenig Markierungen. Ich folgte schließlich einfach meinem innerlichen Kompass und verlor dabei alle Wegweiser. Jetzt war guter Rat teuer. Glücklicherweise ging der Zeiger meiner Uhr erst auf Mittag zu. Gegen Abend wäre es spannender geworden. Die Turia hat nämlich keine markante Spitze und die Aussicht im dichten zum Teil noch frisch verschneiten Wald reichte jeweils gerade so an die 50 Meter. Nach einer guten halben Stunde - im Geiste hörte ich schon die "guten" Ratschläge meiner Frau - glaubte ich nicht recht zu sehen - Wegmarkierungen. Jetzt hieß es nur die richtige Richtung einschlagen. Bald kam auch wieder eine Abzweigtafel vorbei -  jetzt war ich mir wieder sicher. Noch einiges auf und ab, hin und her, wieder Tafeln und plötzlich ein Holzkreuz mit einem Stock mit blau - weiß - roter Markierung, etwa eine Partisanengedenkstätte? In gleicher Farbe führte mich folgend auch die Markierung weiter. Über mir rauschten die Baumkronen im Wind. Tritte gab es nur von vierbeinigen Gefährten aber diese hielten sich offensichtlich nicht immer nach dem noch etwas verschneiten Weg. Es hieß halt aufpassen. Plötzlich - alles Gute kommt von oben - traf mich fast ein Ast. Ob das ein Gruß der "SALINGEN" war? Jetzt ging es wieder steil bergab in eher westlicher Richtung. Laut Plan waren noch ca. zwei Kilometer bis zum Ausgangsort zurückzulegen. Ein Wegkreuz, Holzstapel und wieder Tafeln sorgten für Abwechslung. Schließlich schloss sich der Kreis. Noch ein kurzes Wegstück, als Draufgabe eine Umrundung der Kirche und mein Auto - ohne Strafzettel war erreicht.

 

Turia, wir kommen wieder.

 

Montag, 07. April 2003

Ing. Dr. Johann Steinwender

 

 


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Beschreibungen zur Turiawanderung am 04. Mai 2003

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